Frieren und Schwitzen – muss das so bleiben?

Kaputte Heizungen im Winter, überhitzte Räume im Sommer, überhitzte Räume sogar im Winter, so dass alle Fenster aufgerissen werden müssen und es wieder zu kalt wird, im Mai Heizungen, die auf fünf einfach weiterbullern, selbst wenn es draußen bis an die 30°Grad wird… Wer hat sich an der Kreuzgasse nicht schon darüber gewundert und beklagt?

WARUM DAS SO IST? – DIE SACHE IST UNKLAR!

Die Schule soll ein geschützter Raum sein, in dem Schüler in einem gesunden, angenehmen Arbeitsumfeld lernen können. Dabei sitzen wir Kreuzgässler Jahr und Tag in stickigen oder kalten Räumen und müssen bei einer Außentemperatur von

28°Grad in überhitzten Räumen weiterlernen. Dass dabei nicht nur wir, sondern auch die Umwelt und der sowie so schon schmale Geldbeutel der Stadt leidet, kommt noch hinzu.

Denn sobald es in den zu heißen Räumen zu stickig wird, öffnen alle natürlicherweise die Fenster. Allerdings können die Heizungen währenddessen nicht abgeschaltet werden, was eine Menge Energie vergeudet. Sowohl auf Kosten der Stadt, also auch auf Kosten der Umwelt. Warum das bei uns nicht anders geht, ist eine große Frage, denn andere Schulen, sogar Kölner Schulen, haben dieses Problem nicht.

Dass es in der Erzbischöflichen Liebfrauen Schule funktioniert, dürfte uns nicht verwundern, denn diese private Schule ist nicht vom Staat und seinen

langsamen, komplizierten Praktiken abhängig. Aber sogar im staatlichen Friedrich-Schiller-Gymnasium scheint es eher reibungslos    abzulaufen, nur  wieder  einmal  nicht  an unserer guten alten Schule…

Gründe, die für diesen Missstand verantwortlich sind, kann es mehrere geben. Einerseits mag das Alter und die Unmodernität der Schule dazu beitragen. Doch vielleicht beruht alles auf einem ziemlich großen Missverständnis.

Herr Özçelik, unser Hausmeister, hat auf Nachfrage angegeben: „Für das Heizungsproblem kann ich nichts. Die Gebäudewirtschaft gibt mir eine Heizperiode an und außerhalb dieser Zeit wird das Gas von denen abgestellt.“ Die Stadt Köln beteuert dagegen, es müsse ein Missverständnis vorliegen. Ein Sprecher der Stadt Köln sagt etwa: „Die Hausmeister haben grundsätzlich nicht nur die Möglichkeit, sondern sogar die Verpflichtung, die Heizung im Frühjahr aus- und im Herbst wieder anzustellen.“ – Doch ob die Sache damit geklärt ist, ist fraglich.

NUR EIN TEIL DER ANTWORT

Vermutlich ist die Aussage des Presseamts nur ein Teil der Antwort. Die Frage ist nämlich zusätzlich, ob der Hausmeister die Befugnis hat, nach Gutdünken die Heizungen abzustellen. Also ob er etwa an einem Tag im April, an dem die von der Gebäudewirtschaft angewiesene Heizperiode noch läuft, die Temperaturen aber bis 30°Grad steigen, entscheiden darf, die Heizung zentral für diesen genauen Tag abzustellen…

Auf die Frage, ob der Hausmeister solch eine Entscheidung selbstständig treffen darf, antwortet der Pressesprecher nicht, führt aber aus, die Heizungen sollten über einen Außentemperaturfühler verfügen, der die entsprechende Vorlaufwärme (die Temperatur des Heizwassers, das den Heizkörpern zugeführt wird) erzeugen kann. Diese Wärme können die Heizkörper dann mit Hilfe von Thermostaten der Raumtemperatur anpassen. Natürlich ist es in unserer renovierungsbedürftigen Schule fraglich, ob es solche modernen Techniken gibt. Doch auch diese Befundmeldung liegt, laut Stadt, in Händen des Hausmeisters.

Wie dem auch sei, ganz klar ist, dass alle diese Heizungen gewartet werden müssten, denn ab und zu wird das durch zu viel Luft hervorgerufene Grummeln in den Heizkörpern wirklich sehr laut.

Auch mag es sein, dass im Laufe der Schulrenovierungen das Heizsystem sowieso saniert werden soll.

Doch wir Schüler können nicht darauf warten!

Damit wir in einem guten Klima lernen können, brauchen wir gut temperierte Räume und nicht nur wir, sondern auch die Umwelt verlangt danach.

Da wir aber als Schüler durch das Gestrüpp von Verwaltung und Missverständnis nicht durchblicken und uns nicht durchschlagen können, hoffen wir, dass sich die Schule und der Schulleiter dieses Missstandes annehmen werden.

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