Kategorie: Gesellschaft

  • Der Film “No Other land” – Freundschaft gegen das System

    Der Film “No Other land” – Freundschaft gegen das System

    Der Dokumentarfilm “No Other land” konfrontiert uns mit der brutalen Realität: ganze Familien werden entwurzelt aus ihren Dörfern, Männer, Frauen und Kinder, entrechtet und gebrochen. 

    „No Other Land“ erzählt nicht nur von einer grausamen Zwangsumsiedlung, sondern auch von dem verzweifelten Widerstand zweier mutiger Menschen, einem palästinensischen und israelischen Aktivisten und Journalisten. Gemeinsam kämpfen sie gegen ein System aus Gewalt und Unterdrückung. 

    Stell dir vor, du sitzt zu Hause, unschuldig, ahnungslos. Du hast bereits Pläne für den morgigen Tag, vielleicht etwas Schönes vor, und machst dir gerade etwas ganz Normales zu essen. Alles fühlt sich friedlich an. Du schaust aus dem Fenster und genießt wie jeden Abend den wunderschönen Sonnenuntergang. Doch diesmal ist etwas anders. Am Horizont erkennst du plötzlich eine Bewegung. Etwas kommt näher, immer schneller, immer größer: Bagger. Gefolgt von Panzern. Und dann siehst du sie: bewaffnete Soldaten. Immer mehr. Überall.  

    Dein Herz beginnt zu rasen. Du weißt nicht, was du tun sollst. Du hast Angst. Denn du begreifst: Jetzt ist alles vorbei. Dein Leben, so wie du es kanntest, existiert nicht mehr.

    Sie stehen jetzt direkt vor deinem Haus. Ohne ein Wort drücken sie dir ein Stück Papier in die Hand, ein Räumungsbescheid .

    Um dich herum siehst du nur Gewehre und kalte Blicke. Deine Nachbarn werden zu Boden getreten. Du siehst, wie sie schreien, wie sie bluten. Sie liegen da, hilflos, würdelos. Siebenjährige Kinder weinen. Alte, kranke Menschen werden einfach auf die Straße getrieben.   

    Und dann hörst du dieses Brummen. Du drehst dich um, es ist der Bagger. Der Motor läuft bereits. Er fährt los. Direkt auf dein Haus zu. Das Haus, in dem du aufgewachsen bist. In dem du deine ersten Schritte gemacht hast, deine ersten Worte gesagt hast. 

    Das Haus, in dem du mit deinen Geschwistern gespielt und gelacht hast, bringt der Bagger zum Einsturz. 

    Wie alles, was einmal dein Leben war, unter den Trümmern verschwindet. Möbel, Erinnerungen, Gebete, Fotos, alles zermalmt. Und dann? Nichts. Nach wenigen Minuten ist es, als wäre nichts geschehen. Sie gehen so, wie sie gekommen sind. 

    Als wärt ihr keine Menschen.  Als wärt ihr nichts wert.  

    Der Film zeigt auf eine erschütternde und zugleich eindrucksvolle Weise die Realität der Palästinenser. Er dokumentiert, wie israelische Soldaten Wasserbrunnen zubetonieren und Stromleitungen oder Zufuhren brutal durchtrennen, als wäre es nichts. 

    Die Freundschaft zwischen dem palästinensischen Aktivisten Basel Adra und dem israelischen Journalisten Yuval Abraham zeigt die grenzüberschreitende Solidarität, dass es trotz der israelischen Trennung zwischen Israelis und Palästinensern möglich ist, gemeinsam gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit zu kämpfen.

    Im preisgekrönten Dokumentarfilm wird erklärt, wie die israelische Regierung die Gesellschaft basierend auf die Ethnie kategorisiert. Autos, die Palästinenser fahren, sind grün gekennzeichnet, damit sie nicht das Gebiet verlassen. Innerhalb der Westbank gibt es unzählige israelische Checkpoints, an denen sie kontrolliert und oft willkürlich und grundlos aufgehalten werden. 

    Palästinenser dürfen sich nicht in israelischen Siedlungen aufhalten, auch wenn diese auf ursprünglich palästinensischem Boden gebaut wurden. Sie besitzen einen grünen Ausweis, der ihnen keine Bewegungsfreiheit außerhalb der Westbank gibt. Wer einen grünen Ausweis hat, darf Jerusalem oder Israel nicht betreten. 

    „No Other Land“ hat auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie es wirklich ist, unter israelischer Besatzung zu leben und was es bedeutet, nicht durch Menschenrechte geschützt zu sein.

    Es ist kaum vorstellbar, was es heißt, als Palästinenser unter israelischer Regierung in der Westbank zu leben.

    “Würde es einen demokratischen Staat geben, könntest du mich auch besuchen und nicht nur ich dich“  –  Israeli, Yuval Abraham

    Die bittere Wahrheit, dass jederzeit jemand kommen und dein Zuhause zerstören, deine Familie auseinanderreißen kann, ganz ohne Grund. Und niemand wird dafür zur Rechenschaft gezogen.

    Das ist kein Film. Das ist ihr Leben. Die pure Realität. 

    Die beeindruckende Freundschaft zwischen den Filmemachern Basel und Yuval bricht allerdings das weit verbreitete Bild, dass Israelis und Palästinenser sich zwangsläufig feindlich gegenüberstehen. Es zeigt, dass Menschlichkeit, Empathie und Widerstand stärker sein können als politische Grenzen. 

    Yuval als Israeli zeigt seinen inneren Konflikt: Er ist Teil des Systems, das Basel unterdrückt, aber entscheidet sich bewusst dagegen

    „No Other Land“ hat mit absolutem Recht und hohem Ansehen einen Oscar gewonnen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich eigentlich kein großer Fan von Dokumentarfilmen bin.  Aber „No Other Land“ hat mich tief berührt. Er vermittelt seine Botschaft auf eine so packende und gleichzeitig zutiefst bewegende Weise, so eindringlich, dass man nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehen kann.  

    Drei Wochen nach seinem Oscar-Gewinn wurde der palästinensische Filmemacher Basel Adra im besetzten Westjordanland offenbar von israelischen Siedlern angegriffen und von israelischen Soldaten festgenommen. Die Angreifer sollen mit Schlagstöcken, Messern und Sturmgewehr bewaffnet gewesen sein. Am 24. März 2025 wurde auch der Co-Regisseur Hamdan Ballal von maskierten Siedlern angegriffen. 

  • Frauenrechte – aber nicht für alle?

    Frauenrechte – aber nicht für alle?

    Werden muslimische Frauen im westlichen Feminismus übersehen oder instrumentalisiert?

    Ja, ich bezeichne mich als Feminist. Denn es bedeutet lediglich, sich für die Gleichstellung von Mann und Frau zu äußern und Frauen in seinem Umfeld zu respektieren, wertzuschätzen und sie als gleichwertig anzusehen.

    Ein Feminist kämpft für Frauenrechte und ihre Selbstbestimmung. Heutzutage gibt es jedoch Hunderte von Definitionen. Ich finde, es gibt kein anderes Wort auf der Welt, das so individuell definierbar ist wie Feminismus. Trotzdem schließt der westliche Feminismus muslimische Frauen oft aus. Das vorherrschende westliche Narrativ betrachtet sie häufig nur als Opfer oder Unterdrückte, statt als selbstbestimmte Frauen. Dadurch bleiben ihre Erfahrungen und Anliegen im feministischen Diskurs meist unsichtbar.

    Historischer Kontext: Feminismus entstand im 19. Jahrhundert vor allem in Europa und Nordamerika als Bewegung für Frauenwahlrecht und Gleichberechtigung. Sein Ziel ist, gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen. Im Laufe der Zeit hat sich der Feminismus weiter-entwickelt und umfasst heute auch Themen wie Selbstbestimmung, sexuelle Freiheit und den Kampf gegen Diskriminierung.

    Das westliche Narrativ betrachtet eine muslimische Frau oft nicht als gleichberechtigt. Trägt sie ein Kopftuch, wird schnell angenommen, sie sei unterdrückt, ihre Religion verbiete ihr Freiheit, der Islam schränke Frauen ein, sie sei ungebildet oder selbstbestim-mungslos. Dieses Bild wird häufig unbewusst davon begleitet, dass eine Frau erst dann „frei“ und selbstbestimmt sei, wenn sie ihre Sexualität offen zeigt oder ihren Körper entblößt. Eine Frau, die sich freiwillig bedeckt und ihre Sexualität bewusst privat hält, wird deshalb schnell als unterdrückt wahrgenommen, ohne ihre tatsächlichen Beweggründe oder ihre eigene Perspektive zu beachten.

    Was viele auch nicht beachten, ist, dass für viele muslimische Frauen der Islam bereits feministisch ist. Schaut man sich die Geschichte an, war der Islam eine der ersten Religionen und Rechtssysteme, die Frauen umfassende Rechte zusprachen. Bereits im 7. Jahrhundert, also vor über 1400 Jahren, erhielten Frauen das Recht zu arbeiten, sich weiterzubilden, zu erben, Land zu besitzen, finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen und sich an politischen Prozessen zu beteiligen, wie zum Beispiel durch Wählen. Frauen konnten aktiv am gesellschaftlichen Leben mitwirken, in den Krieg ziehen, sich gegen eine Ehe entscheiden oder  abzutreiben. Der Islam gab Frauen ein Recht auf Selbstbestimmung, etwas, das im Westen  erst Jahrhunderte später denkbar wurde.

    Um ein tieferen Einblick in die Perspektive muslimischer Frauen zu werfen, habe ich mich mit der Vorsitzenden des Begegnungs- u. Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. zusammengesetzt und über ihre Sicht auf Feminismus und das westliche Frauenbild geredet.

    Frau Ezdar, die Geschäftsleiterin des Zentrums, ist jetzt seit fast 25 Jahren Teil des Zentrums. Damals kam sie während ihres Studiums in Germanistik, Pädagogik und Islamwissenschaften das erste Mal hierher, eigentlich nur, weil sie halal essen wollte. Nach dem Studium wurde sie gebeten, kurz auszuhelfen, da eine Kollegin krankheitsbedingt ausfiel. Eigentlich war das nur vorübergehend geplant, aber sie ist geblieben.

    Was genau ist das Ziel dieses Zentrums?

    Frau Ezdar: Das Ziel unseres Vereins lässt sich mit den „vier Bs“ zusammenfassen: Bildung, Beratung, Betreung und Begegnung. Damit möchten wir insbesondere Familien mit internationaler Geschichte unterstützen, ihren Weg in der Gesellschaft zu finden, damit sie eigenständig und selbstbestimmt ihren Platz finden können. Dafür haben wir viele Angebote.

    Was bedeutet Feminismus für Sie persönlich?

    Für mich bedeutet Feminismus nicht, gegen Männer zu sein. Es geht darum, Frauen zu unterstützen, damit sie ihre Rechte wahrnehmen können, auch wenn diese Rechte gesellschaftlich nicht immer anerkannt sind. Im Islam haben Frauen viele Rechte, wurden aber durch kulturelle Entwicklungen oft daran gehindert, sie auch wirklich zu leben. 

    Sehen Sie Feminismus als Teil des Islams?

    Ja, unbedingt. Für mich bedeutet Feminismus Gleichbehandlung und das widerspricht dem Islam nicht. Problematisch wird es, wenn westliche Feministinnen ihre Vorstellungen auf alle Frauen übertragen. Das Kopftuch wird dann schnell als Symbol von Unterdrückung gesehen, ohne zu fragen, was es der Frau selbst bedeutet. Emanzipation sollte jede Frau für sich definieren dürfen. 

    Und was sagen Sie zu den Menschen, die sagen, das Kopftuch sei ein Symbol für Unterdrückung?

    Ja, es gibt Unterdrückung, aber gerade deshalb brauchen muslimische Mädchen Unterstützung, um ihren eigenen Weg zu gehen. Wer Zwang vermutet, sollte sie stärken, nicht ausgrenzen. Das Kopftuch wird aber auch oft mit Vorurteilen wie Bildungsferne oder Zwangsverheiratung verbunden, und das zu Unrecht. Es gehört nicht nur zum Islam, sondern auch zu anderen monotheistischen Religionen. Wenn ich sage, ich trage es freiwillig, sollte man mir das auch glauben und mir nicht absprechen, selbst denken zu können.

    Welche Entwicklungen wünschen Sie sich für die Zukunft, gesellschaftlich gesehen?

    Ich wünsche mir, dass muslimische Frauen genauso anerkannt werden wie nicht-muslimische und, dass man sieht, wie professionell sie arbeiten, ohne sie pauschal zu beurteilen oder eine einzelne Frau als Beispiel für ‚die muslimische Frau‘ zu nehmen. 

    Frauen mit und ohne Kopftuch sollen gemeinsam arbeiten, lernen und sich unterstützen, als Teil dieser Gesellschaft. Und das ist für mich gelebter Feminismus. Jede Frau soll selbst entscheiden, wie sie leben möchte, auch wenn das nicht den Erwartungen der Mehrheit entspricht.

    Das Interview mit Frau Ezdar hat gezeigt, wie muslimische Frauen sich in unserer westlichen Gesellschaft sehen und mit welchen Problemen und Hürden sie konfrontiert werden. Für das ganze Interview, besuchen Sie gerne unsere Website: crossnewscologne.de

    Für mich steht eins fest: Der Islam ist keine frauenfeindliche Religion. Er unterstützt und schützt Frauen und garantiert ein selbstbestimmtes und würdiges Leben. Der Islam ist feministisch. Und ich bin stolz darauf, mich als einen Feministen nennen zu dürfen. Die Medien repräsentieren nicht immer die Realität. Wir müssen aufhören zu pauschalisieren und müssen anfangen mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, um ein friedliches soziales Miteinander zu sichern.

    Interview: Ahmed Amin Zro

  • Zwischen Israel und Palästina: Eine Brücke des Dialogs

    Zwischen Israel und Palästina: Eine Brücke des Dialogs

    Was wir vom Besuch zweier Friedensaktivisten über Respekt und Perspektivenvielfalt lernen können

    Am 30.10.2024 bot sich unserer Schule die besondere Gelegenheit, Shai Hoffmann, einen Deutschen mit israelischen Wurzeln, und Zakariyya Meißner, Deutsch-Palästinenser, bei uns willkommen zu heißen. Ihr Besuch eröffnete uns neue Perspektiven auf die Konflikte im Nahen Osten und vermittelte wertvolle Ansätze für einen konstruktiven Perspektivwechsel.

    Wer sind Shai Hoffmann und Zakariyya Meißner? 

    Ich hatte letztes Jahr die Gelegenheit, Jouanna Hassoun, eine Palästinenserin, und Shai Hoffmann, zu interviewen und ihnen brennende Fragen zu ihrer Arbeit zu stellen. Sie sind Gründer und Dialogführer von “Trialog” und besuchen Schulen, um mit Schülern über den Nahost-Konflikt zu sprechen und in den Dialog zu treten. Gemeinsam mit “Gesellschaft im Wandel” produzieren sie Bildungsvideos, stellen Begleitmaterial zur Verfügung und bieten Fortbildungen an, um umfassend über den Palästina-Israel-Konflikt zu informieren. Zakariyya Meißner, als Teil ihres Teams, besuchte uns im Oktober gemeinsam mit Shai Hoffmann. Leider konnte Frau Hassoun sie nicht begleiten.

    Auf crossnewscologne.de können Sie sich das Interview vom letzten Jahr gerne durchlesen und mehr über Shai Hoffmann und Jouanna Hassoun erfahren.

    Zakariyya Meißner musste sich sein Leben lang als Deutsch-Palästinenser rechtfertigen und Position beziehen. Während eines Aufenthalts in Israel traf er auf drei Israelis. Anfangs war er skeptisch und unsicher, wie sich die Situation entwickeln würde. Doch im Laufe des Gesprächs spürte er zum ersten Mal, dass niemand ihn aufgrund seiner Herkunft oder seines Glaubens verurteilte. In diesem Moment wurde ihm bewusst, wie wichtig der Austausch zwischen verschiedenen Gruppen ist und welche Bedeutung es hat, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

    Was kriegen wir vom Nahost-Konflikt mit?

    Wir hatten die Gelegenheit, Begriffe zu nennen, die wir mit dem Nahostkonflikt assoziieren. Dabei fielen Worte wie „Krieg,“ „Leid,“ „Tod,“ „Staatsräson“ und „Hamas.“ Dieser Prozess ermöglichte es uns, tief empfundene Gedanken und Gefühle auszusprechen und sie mit anderen zu teilen. Der Zweck dahinter ist, zu verstehen, dass jeder auf unterschiedliche Weise von diesem Konflikt betroffen ist und dass wir gemeinsam Wege finden sollten, damit umzugehen.

    Wie stehen die Trialoge zu diesem Konflikt? 

    Shai und Zakariyya sind sich einig, dass es nicht darum geht, Schuldzuweisungen für den Konflikt vorzunehmen. Natürlich dürfen die Kriegsverbrechen Israels nicht ignoriert werden, ebenso wenig wie die verschleppten Geiseln der Hamas. Doch gegenseitige Schuldzuweisungen bringen keinen Fortschritt. Trotz der grausamen Handlungen sowohl von Israel als auch der Hamas ist es entscheidend, den verschiedenen Perspektiven in diesem Konflikt Gehör zu schenken. 

    Bei der Diskussion und der Frage-Antwort-Runde kamen wichtige Themen hervor, wie zum Beispiel „Verständnis und Empathie“. Shai und Zakariyya betonen die Bedeutung, Empathie auf beiden Seiten zu entwickeln und das Leid der anderen zu erkennen.

    Die Kriminalisierung von Symbolen wie der Palästinenser-Flagge oder dem Kofir (Palästinenser-Schal) in deutschen Schulen und Gesellschaften war ebenfalls ein Thema. Beide kritisieren, dass diese Symbole oft ohne Kontext als Zeichen für extremistische Positionen angesehen werden, wodurch die Bedeutung der Symbole, der Freiheit und Selbstbestimmung der Palästinenser ignoriert wird.

    Zakariyya antwortet auf die Frage einer Schülerin, indem er das Gefühl des Alleingelassenwerdens, das sie beschreibt, nachvollzieht. Er betont, dass er dieses Gefühl auch gut kennt und es mit vielen Menschen teilt, die in Situationen geraten, in denen sie zu “Betroffenen” gemacht werden. 

    Weiter erklärt er, dass er sich wünscht, dass diese Gespräche nicht nur geführt werden, sondern dass alle Beteiligten gemeinsam daran arbeiten, den Dialog zu fördern. Er fordert, dass man hinschaut und hinterfragt, warum solche Gespräche geführt werden sollten, um ein besseres Verständnis und eine breitere Anerkennung der verschiedenen Perspektiven zu schaffen. Die Trialoge distanzieren sich davon, die komplexen Themen des Nahost-Konflikts in ein vereinfachtes „Pro-Israel vs. Pro-Palästina“-Narrativ zu packen. Shai und Zakariyya fordern mehr Diskussionen, die nicht nur auf den moralischen Aspekten basieren, sondern auch auf den Grundrechten jedes Menschen und auf der Anwendung internationalen Rechts, wie dem Recht auf Selbstbestimmung. 

    Am 7. Oktober ereigneten sich brutale Ereignisse, bei denen 1200 Menschen getötet und über 230 Menschen verschleppt worden sind. Im selben Jahr wurde der Gaza-Streifen nahezu vollständig zerstört, was die Grundlage für das palästinensische Leben komplett vernichtete und es über 43.600 Ermordete gab, darunter 16.700 Kinder. Solche Ereignisse sollten empathische und mitfühlende Menschen auf beiden Seiten bewegen.

    Das Gespräch hat bei mir eine tiefe Nachdenklichkeit hinterlassen. Aber auch Hoffnung, weil ich sehen konnte, dass Menschen wie Shai und Zakariyya trotz aller Widrigkeiten den Mut und die Kraft aufbringen, Brücken zu bauen. Doch auch Traurigkeit, weil die Realität des Konflikts, die so oft missverstanden oder vereinfacht wird, immer noch eine große Distanz in unserer Gesellschaft schafft. Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen sich dieser intensiven Auseinandersetzung aussetzen und dabei versuchen, nicht in Vorurteilen oder Hass zu verharren. 

    Wir als Gesellschaft sollten mehr Raum für Verständnis und echtes Zuhören schaffen. So dass wir Empathie entwickeln und versuchen, auch die schmerzlichen Perspektiven zu sehen.

    Die Begegnung hat mich inspiriert, offener zu sein und immer wieder nach Wegen zu suchen, um Dialoge zu fördern und das nicht nur zwischen Nationen, sondern auch in unserem Alltag. Es bleibt mein Wunsch, dass solche Gespräche nicht die Ausnahme, sondern zur Regel werden, um zu einem wirklichen Verständnis beizutragen.

  • Was der Angriff auf die LGBTQ+ Flagge über unsere Schule aussagt

    Ein Akt der Intoleranz

    Was ist passiert?

    Die Regenbogen-Flagge im Foyer ist sicherlich jedem und jeder von euch schon einmal aufgefallen. Doch im letzten Jahr ereignete sich ein Vorfall, der uns alle nachdenklich stimmen sollte: Ein Schüler der Kreuzgasse riss die Flagge herunter und warf sie in den Müll. Augenzeugen berichten sogar, dass er auf die Flagge spuckte, während sie im Abfall lag. Was sagt das über unsere Schule aus? Was müssen wir nun tun? Und was könnten die Beweggründe des Schülers gewesen sein? 

    Wofür steht die LGBTQ+ Flagge an unserer Schule?

    In den letzten Jahren stand die LGBTQ+ Community häufig im Fokus der Medien und wurde dabei nicht selten von der Gesellschaft abgelehnt. Leider gibt es Menschen, die diese Community weder akzeptieren noch tolerieren wollen. Doch bevor man über jemanden urteilt, sollte man sich daran erinnern, dass es sich bei den Mitgliedern der LGBTQ+ Community in erster Linie um Menschen handelt, Menschen mit Rechten und Gefühlen, genau wie du und ich. 

    Die LGBTQ+ Flagge im Foyer soll genau das symbolisieren: Dass jeder Mensch an unserer Schule willkommen ist, unabhängig von Sexualität, Identität oder Herkunft. Sie steht für Toleranz und Akzeptanz. Es ist bedauerlich, dass der Täter diese Botschaft nicht verstanden hat. Was könnte ihn jedoch dazu gebracht haben, diese Tat zu begehen? War es Hass? Neid? Oder vielleicht nur eine unüberlegte und offensichtlich dumme Handlung? 

    Es ist auch möglich, dass religiöse Überzeugungen eine Rolle gespielt haben. Wenn man bedenkt, dass der Schüler möglicherweise einer der drei großen Weltreligionen angehört, Islam, Christentum oder Judentum. Es ist bekannt, dass alle drei Religionen Homosexualität ablehnend gegenüberstehen, basierend auf Aussagen in religiösen Schriften. Doch was bedeutet das für den Vorfall mit der LGBTQ+ Flagge? Unterstütze ich als gläubiger Muslim diese Tat? 

    Ganz klar: Nein. Wie andere Religionen, wie das Christentum, lehrt uns der Islam Nächstenliebe und Toleranz. Zu Toleranz zählt auch, dass man Dinge aushält, auch wenn man sie nicht vertritt. Leben und leben lassen. Natürlich hat jeder das Recht, seine Meinung frei zu äußern, das ist ein wichtiger Aspekt unserer Demokratie. Doch diese Freiheit endet dort, wo anderen Menschen Schaden zugefügt. 

    Als Muslim distanziere ich mich entschieden von dieser menschenverachtenden Tat und sehe die LGBTQ+ Flagge im Foyer als ein wichtiges Symbol für Toleranz und Akzeptanz an unserer Schule. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen und Minderheiten zunehmend unter Druck geraten, ist Zivilcourage wichtiger denn je. 

    Der Vorfall mit der LGBTQ+ Flagge an unserer Schule ist ein erschreckendes Beispiel dafür, wie leicht Hass und Vorurteile sich in Taten manifestieren können, wenn niemand den Mut aufbringt, sich dagegen zu stellen. 

  • Verführung oder Verblendung?

    Verführung oder Verblendung?

    Die Last der stereotypen Frauenbilder in der Porno-Welt 

    In verschiedenen Bereichen sei es in Filmen, im täglichen Leben oder auf sozialen Plattformen, wird die Darstellung der Frau weiterhin mitunter als Objekt betrachtet, das dazu dient, finanzielle Gewinne und Ruhm zu erlangen. Besonders die Repräsentation von Frauen in der Pornografie hat einen ausschlaggebenden Einfluss auf dieses gesellschaftliche Frauenbild. Obwohl gesetzliche Bestimmungen Frauen als gleichberechtigt und gleichwertig anerkennen, stellt sich die Frage, ob diese Gleichstellung auch im alltäglichen gesellschaftlichen Kontext wirklich wahrgenommen wird. 

    Schaut man sich gängige Hollywood-Filme an, sieht man, dass Frauen oder ihre Körper häufig lediglich als Objekte der Betrachtung erscheinen. Gezielte Darstellungen weiblicher Körperteile dienen oft dazu, ein breiteres Publikum anzuziehen und finanzielle Gewinne zu maximieren. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Frau weit über diese stereotype Rolle hinausgeht. Sie ist kein Ausstellungsstück, das kurzfristig zur Betrachtung aufgestellt wird. Filme wie Erotikfilme oder Pornografie haben maßgeblich das Frauenbild in unserer Gesellschaft beeinflusst und haben dazu geführt, die Frau als ein ausbeutbares Objekt zu präsentieren. 

    Darstellung der Frau in Pornografischen Inhalten 

    Ein häufiges Merkmal in vielen Pornografie-Produktionen ist die stereotypische Darstellung männlicher Dominanz, wobei Frauen oft als passiv und dem Willen des Mannes untergeordnet präsentiert werden. Diese Machtverhältnisse zeigen sich in der häufigen Hierarchie im Alltag, wie zum Beispiel am Arbeitsplatz oder im Haushalt, bei der der Mann die dominante Rolle einnimmt. 

    Weiterhin werden Frauen in vielen Fällen auf ihre rein körperlichen Merkmale reduziert und erscheinen als reine Objekte der Begierde, wodurch ihre Persönlichkeit in den Hintergrund gestellt wird. Dies führt zu wiederholten Situationen im Alltag, in denen die Frau als unwichtig oder gar wertlos betrachtet wird. 

    Ein weiterer und wichtiger Kritikpunkt ist die Vernachlässigung von Zustimmung und Kommunikation in der Pornografie, indem Frauen nachgiebig dargestellt werden, ohne ihre eigenen Bedürfnisse angemessen zu berücksichtigen. Dies trägt erneut dazu bei, dass Frauen in unserer Gesellschaft als unwichtig wahrgenommen werden können.  

    Ein besorgniserregender Aspekt liegt auch in der Darstellung von Gewalt gegen Frauen in einigen pornografischen Inhalten, was die Vorstellung von Schwäche oder Unterlegenheit verstärkt. Diese Darstellungen können potenziell zu einer Zunahme häuslicher Gewaltfälle in der Gesellschaft beitragen, da sie bestimmte Verhaltensweisen und Hierarchien normalisieren. 

    Jenseits der Realität  

    Die Pornografie neigt dazu, unrealistische körperliche Standards und sexuelle Leistungen zu präsentieren. Die Betonung bestimmter körperlicher Merkmale und unrealistische sexuelle Szenen können falsche Erwartungen und Unsicherheiten in Bezug auf den eigenen Körper und die eigenen Fähigkeiten schaffen. 

    Darüber hinaus neigt es dazu,eine begrenzte Bandbreite von Körpertypen und Ethnien darzustellen, was nicht die Vielfalt der realen Welt zeigt. Dies kann zu einem eingeschränkten Verständnis von Schönheit und Sexualität führen und gesellschaftliche Normen und Vorurteile verstärken. 

    Mentale Gesundheit von Männern 

    /www.nachrichten.at/oberoesterreich

    Ein Übermäßiger Pornokonsum kann zu einem verzerrten Bild von Sexualität führen, indem, wie 

    schon erwähnt, unrealistische Erwartungen und Standards geschaffen werden. Dies kann zu Leistungsdruck, Selbstzweifeln und Unsicherheiten im realen Sexualleben führen.  Durch die wiederholte Konfrontation mit unrealistischen sexuellen Szenen in Pornografie können Männer Schwierigkeiten haben, echten Sex zu genießen. Das Streben nach den im Porno gezeigten Situationen kann zu Frustration und einer Abnahme der sexuellen Zufriedenheit führen. 

    Einige Männer können auch ein Suchtverhalten im Zusammenhang mit Pornografie entwickeln. Das kann zu einer Vernachlässigung anderer Lebensbereiche führen, was sich negativ auf die allgemeine Lebensqualität und das psychische Wohlbefinden auswirken kann. 

    Gehäuftes Pornokonsum kann zu sozialer Isolation führen, wenn die Zeit, die mit dem Konsum von Pornos verbracht wird, auf Kosten sozialer Aktivitäten, Freundschaften und anderer wichtiger Lebensbereiche geht. Dies kann das Risiko von Depressionen und sozialer Angst erhöhe 

    Alles in einem sollte unterstreicht werden, dass die Pornografie nicht die Realität darstellt und stereotypische und sexistische Ideale vertritt, die im Alltag zur Unterdrückung oder Herrabsehendheit der Frau führen und das psychische Wohlbefinden des Mannes beeinflusst. Das reale Sexualleben ist weit entfernt von der Welt der Pornografie.  

  • Stimmen des Friedens

    Stimmen des Friedens

    Zwei Perspektiven auf den Nahostkonflikt

    Im Schatten der geopolitischen Spannungen und des jahrzehntelangen Konflikts zwischen Israel und Palästina existieren persönliche Geschichten, die oft übersehen werden. Dieser Artikel öffnet ein Fenster zu den Erfahrungen zweier Menschen, einer Palästinenserin und einem Israeli. Durch ihre Arbeit wollen sie nicht nur ihre eigene Perspektive teilen, sondern auch Brücken zu Verständnis und Dialog bauen. 

    Jouanna Hassoun

    Mit sechs Jahren floh Jouanna Hassoun, Tochter palästinensischer Flüchtlinge, aus dem Libanon nach Deutschland. Davor war ihr Großvater im Jahr 1948 aus dem historischen Palästina in den Libanon geflohen, um der Unruhe zu entkommen. Leider konnte er nicht zurückkehren und die Familie blieb im Libanon, wo Jouanna im Flüchtlingslager aufwuchs. Trotz ihrer Lebenserfahrungen betrachtet sie sich bis heute als Palästinenserin und nicht als Libanesin. Jouanna ist Geschäftsführerin von Transaidency, Sozialmanagerin und zudem psychologische Beraterin. 

    Shai Hoffmann

    Im Jahr 1949 zog Shais Großvater nach Israel, wo auch Shais Mutter geboren wurde. Shai selbst kam in Berlin zur Welt und wuchs dort auf. Dennoch verbrachte er oft Sommerferien in Tel Aviv, Israel. Mit der Zeit vertiefte er sein Interesse am Nahostkonflikt und reiste in die West Bank, um Kontakt mit Palästinensern aufzunehmen, die unter israelischer Besatzung leben. Shai, Sozialunternehmer und Aktivist, hat in diversen Projekten Erfahrungen in der Projektentwicklung gesammelt. Als “Sinnfluencer” verbreitet Shai Bildungsvideos und setzt sich dafür ein, dass sie den Weg in Schulen finden. 

    Wie kamen Sie auf die Idee, die “Trialoge” zu gründen? 

    Jouanna: Ich habe mich in meinem Leben intensiv mit dem historischen Palästina, der Gründung des Staates Israel, der Nakba, dem Holocaust und der Schoa auseinandergesetzt, um mir ein umfassendes Bild von diesem Konflikt zu machen. Ein besonderes Ereignis war, als ein Schüler mit einer Palästina-Flagge zur Schule kam und es zu einer Auseinandersetzung mit einem Lehrer kam. Genau solche Situationen möchte ich vermeiden und zu einem friedlichen Miteinander inmitten dieses polarisierenden Themas beitragen. Schüler speichern sich vieles aus ihrem Umfeld und den Medien ein. Darüber muss gesprochen werden, denn Gewalt ist keine Lösung. 

    Welche persönlichen Verbindungen pflegen die “Trialoge” zu Palästina und Israel? 

    Jouanna: Natürlich habe ich eine traumatische und beängstigende Zeit durchlebt und als Kind viel vom Konflikt mitbekommen. Dennoch habe ich immer eine starke Verbindung zur Kultur gehalten, sei es durch die Küche, die Sprache oder die Kleidung. Meine Identität ist und bleibt palästinensisch. 

    Shai: Natürlich empfinde ich großes Mitgefühl für die Palästinenser, insbesondere nach meinen Besuchen in der West Bank. Ich versuche mich in die Perspektive der Palästinenser zu versetzen. Wir sind alle nur Menschen. 

    Wie sehen Sie die Rolle von Dialog und Kommunikation im Friedensprozess? 

    Beide: Für uns ist der Dialog der einzige Ausweg und unvermeidlich. Ein Austausch von Meinungen und Verständnis sind Schlüsselkomponenten in diesem Friedensprozess. Wir setzen auf Diplomatie. Gewalt ist nicht die Lösung, um in diesem Friedensprozess fortzuschreiten. 

    Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell in der Region, welche gleichzeitig auch eine Herausforderung für Ihre Arbeit ist? 

    Beide: Eine der bedeutendsten Herausforderungen besteht zweifellos in den eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten über den Konflikt. Das verdeutlicht uns auch immer wieder die Notwendigkeit unserer Arbeit. Die stark polarisierte Informationsflut, die uns hier aus der Region erreicht, ist eine erhebliche Hürde. Ein weitverbreitetes Phänomen ist die Verbreitung von Falschinformationen durch diverse Netzwerke, was eine bedeutende Lücke und Herausforderung in unserer Arbeit ist. Insbesondere Schülerinnen und Schüler sind hiervon stark betroffen. TikTok-Videos, die versuchen, den gesamten Konflikt in nur 30 Sekunden zusammenzufassen, kann man nicht ohne weiteres vertrauen. 

    Welche Hoffnungen haben die Trialoge für die Zukunft des israelisch-palästinensischen Konflikts?

    Shai: Bei den Gesprächen in den Schulen betonen wir immer die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander. Selbstverständlich sind wir keine neutralen Menschen. Beide haben wir eine Vergangenheit mit verschiedenen Perspektiven und Meinungen. Beispielsweise habe ich auf die Frage (s. u.), warum die IDF so brutal gegen die Palästinenser vorgeht, während die Hamas sehr sensibel mit Geiseln umgeht, geantwortet, dass die Hamas die Geiseln ja noch braucht. Aber ich möchte betonen, dass das nur eine mögliche Erklärung dafür ist. 

    Welche Fragen hören Sie am häufigsten von Schülern? 

    Jouanna: Die am häufigsten gestellte Frage ist, wer zuerst in der Region war und wem das Land ursprünglich gehörte. 

    Shai: Eine häufig gestellte Frage lautet auch, warum die IDF (israelische Verteidigungs-Streitkräfte) so brutal gegen die Palästinenser vorgeht, während die Hamas sehr sensibel mit Geiseln umgeht. 

    Bleiben Sie bei Ihren Gesprächen immer neutral oder geben sie auch Ihre eigene Meinung wieder? 

    Jouanna: Der Konflikt hat einen erheblichen Einfluss auf die Bildungschancen der Schüler. Unüberlegte und sogar gefährliche Äußerungen könnten dazu führen, dass Schüler ihre berufliche Laufbahn oder sogar ihr Leben beeinträchtigen. Andere Schüler oder Personen in ihrem Umfeld könnten sie zu Handlungen verleiten, die problematisch sein könnten. 

    Shai: Gerade in solchen Situationen ist Dialog so wichtig. 

    Gibt es abschließend noch etwas, was die Trialoge uns gerne noch sagen würden? 

    Jouanna: Es ist wichtig, dass wir uns alle intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen, viel lesen und recherchieren. Es ist genauso wichtig, Dinge zu hinterfragen und nicht alles zu glauben, was wir in den sozialen Netzwerken lesen und sehen. Wir sollten uns ein eigenes Bild von der Situation verschaffen und dabei neutral und ohne Vorurteile vorgehen.

    Shai hat das Interview mit einem Zitat von der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer beendet: 

    „Es gibt kein christliches, muslimisches, jüdisches Blut. Nur menschliches.“ 

    Abschließend möchte ich betonen, wie inspirierend und erkenntnisreich dieses Interview mit Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann war. Die Offenheit, mit der sie ihre persönlichen Erfahrungen und Ansichten geteilt haben, eröffnete einen tiefen Einblick in die menschliche Seite des israelisch-palästinensischen Konflikts. Das Interview hat nicht nur neue Perspektiven geschaffen, sondern auch meine Überzeugung gestärkt, dass der Dialog und das Streben nach Verständnis entscheidend sind, um den Friedensprozess voranschreiten zulassen. Es war eine privilegierte Gelegenheit, diese faszinierenden Menschen zu treffen und ihre Perspektiven zu hören. Autor: Ahmed Z.